Porsellanfieber

Ab 2. März
Porsellanfieber

Porzellanfieber

das weiße Gold von August dem Starken und Madame de Pompadour

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Vom 2. März bis zum 1. September 2024 präsentiert das nationale Keramikmuseum Princessehof in Leeuwarden Porzellanfieber: das weiße Gold von August dem Starken und Madame de Pompadour. Die Ausstellung schildert die Entstehung des europäischen Porzellans, einen Konkurrenzkampf voller Intrigen, Spionage und Dramatik. Die Ausstellung zeigt Meisterwerke aus den weltberühmten Porzellansammlungen von Dresden und Sèvres, die eigens zu diesem Anlass zum ersten (und vielleicht letzten) Mal in die Niederlande reisen.

Mythisch draakachtig figuur, Porzellanmanufaktur Meissen: model toegeschreven aan Johann Gottlieb Kirchner, 1730, SKD Porzellans
Mythisch draakachtig figuur, Porzellanmanufaktur Meissen: model toegeschreven aan Johann Gottlieb Kirchner, 1730, SKD Porzellans
Vaas met geperforeerde wand, Porzellanmanufaktur Meissen: Johann Joachim Kaendler (1706-1777), c. 1740-50, SKD Porzellansammlung
Vaas met geperforeerde wand, Porzellanmanufaktur Meissen: Johann Joachim Kaendler (1706-1777), c. 1740-50, SKD Porzellansammlung

Meterhohe Porzellantiere, Gold, süße Pastellfarben, überbordende Malereien und durchbrochene Kunststücke: Im Laufe des 18. Jahrhunderts ist nichts zu verrückt und Europa wird von einem hochansteckenden Porzellanfieber befallen. Zwei Königshäuser entfachen eine Begeisterung, die die europäische Porzellankunst in kurzer Zeit zu großer Blüte führt und bis heute ihre Spuren hinterlässt. Es ist eine spannende Geschichte über die Geburt des europäischen Porzellans, die von zwei ikonischen Figuren dieser turbulenten Zeit erzählt wird: August der Starke (1670-1733), Kurfürst von Sachsen, König von Polen und Gründer der Meißner Porzellanmanufaktur in Deutschland, und Madame de Pompadour (1721-1764), Mätresse, Kulturberaterin und Vertraute von König Ludwig XV. und Mäzenin der Porzellanmanufaktur Sèvres in Frankreich.

Augustus de Sterke, Nicolas de Largillierre, ca. 1714-1715, The Nelson-Atkins Museum of Art, Purchase William Rockhill Nelson Tr
Augustus de Sterke, Nicolas de Largillierre, ca. 1714-1715, The Nelson-Atkins Museum of Art, Purchase William Rockhill Nelson Tr
Madame de Pompadour, François Boucher, 1756, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Alte Pinakothek München
Madame de Pompadour, François Boucher, 1756, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Alte Pinakothek München

Moderner Spionagethriller

Die Entstehungsgeschichte des europäischen Porzellans birgt Intrigen, die in einem modernen Spionagethriller nicht fehl am Platz wären. Der berüchtigte Alchimist Johann Friedrich Böttger (1682-1719) rühmte sich einer sehr wertvollen Eigenschaft: Er konnte angeblich Rohstoffe in Gold verwandeln. August der Starke sah hierin eine Chance. Auf Anweisung des Kurfürsten wurde Böttger im Schloss eingesperrt. Er konnte kein Gold herstellen, aber nach jahrelangen Experimenten gelang es Böttger zusammen mit anderen Wissenschaftlern und Handwerkern, "weißes Gold" herzustellen. Sie waren die ersten Europäer, die die richtigen Zutaten für die Herstellung von Porzellan fanden.

Das in Europa so begehrte Rezept wurde eifersüchtig gehütet, und so befand sich die erste Produktionsstätte von Porzellan nicht in einer Fabrik, sondern an einem Ort, den niemand unbemerkt betreten oder verlassen konnte: das "Porzellanschloss" Albrechtsberg bei Meißen. Dies ist auf einer Tasse mit Untertasse dargestellt, die der Prinzessinnenhof kürzlich erworben hat und die in der Ausstellung zu sehen ist. Trotz strenger Bewachung gelang es den Mitarbeitern des Schlosses übrigens, mit wertvollem Wissen zu entkommen, so dass bald weitere Porzellanfabriken in ganz Europa gegründet wurden.

Kop en schotel met Slot Albrechtsberg, collectie Keramiekmuseum Princessehof
Kop en schotel met Slot Albrechtsberg, collectie Keramiekmuseum Princessehof

Zusammenarbeit

Für die Ausstellung konnte der Princessehof auf die Keramiksammlungen der Porzellansammlung in Dresden, des Musée national de Céramique in Sèvres und anderer bedeutender Porzellansammlungen, wie die des Louvre und des Musée des Arts Décoratifs in Paris, reichlich zurückgreifen. Dank ihrer großzügigen Kooperation kann diese Ausstellung realisiert werden. Aus diesen Museen sind insgesamt mehr als 150 Objekte zusammengetragen worden, die alle von unvergleichlicher Qualität sind. Dies ist außergewöhnlich, da es sich um Objekte handelt, die nicht oft auf Reisen gehen. Selten wurde die Entstehungsgeschichte des europäischen Porzellans in einer Ausstellung so umfassend dargestellt.

Gestaltung
Die Ausstellung Porzellanfieber führt die Besucher durch sechs königlich gestaltete Räume. Sie lernen das früheste Experiment aus Italien kennen, Augustus' Sammelwut für asiatisches Porzellan und Meißens erste Versuche bis zu einem Zoo in Lebensgröße. Die Besucher entdecken nicht nur August den Starken und Madame de Pompadour, sondern auch andere europäische Monarchen und das Porzellan, das sie verband. Die Ausstellung endet in der Pracht des französischen Hofes, voller Blumen, Rahmen, süßer Farben und verrückter Details. Die Raumgestaltung stammt von Tatyana van Walsum, die grafische Gestaltung von Marline Bakker-Glamcult Studio.

Publikation

Zur Ausstellung erscheint eine 224-seitige, reich bebilderte Publikation, die anhand einiger Schlüsselfiguren die wundersame Entstehungsgeschichte des europäischen Porzellans vertieft. Selten wurde ein Kunstgeschichtsbuch von so bunten Figuren, so vielen Intrigen und so vielen üppigen und überschwänglich dekorierten Objekten bevölkert. Neben den Kuratorinnen der Ausstellung, Denise Campbell und Laura Smeets, haben Experten aus Deutschland, Frankreich und England Beiträge geliefert.

Die Ausstellung Porzellanfieber wird ermöglicht durch: Mondriaan-Fonds, Turing Foundation, Blockbusterfonds XTRA, Prins Bernhard Cultuurfonds, Fonds Angela E. und Blauwe Baan-Fonds, Stiftung Van Achterbergh-Domhof, Leeuwarder Unternehmer-Fonds, Stiftung Cultuur FB Oranjewoud, St. Anthony Gasthuis-Fonds, Boelstra-Olivierstiftung, Stiftung Herbert Duintjer-Fonds

Partner des Princessehofs: Ottema-Kingma-Stiftung, Verein der Freunde des Keramikmuseums Princessehof und Club Céramique.

Das Keramikmuseum Princessehof wird vom Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft und der Gemeinde Leeuwarden kofinanziert.

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